· aktualisiert 10.08.2026 · 5 Minuten Lesezeit

Wir sehen bei jedem Einsatz, was zurückkommt: welche Teile abgegriffen sind und welche noch so aussehen wie beim Auspacken. Daraus lässt sich einiges lernen.
Was immer benutzt wird
Sonnenbrillen. Die unangefochtene Nummer eins. Sie verstecken die Augen, was die Hemmschwelle senkt, und sie passen zu jedem Anlass. Mehrere Modelle mitbringen, nicht eines – die Auswahl ist Teil des Spiels.
Schilder mit Text. «Just Married», «Best Team», «Endlich!», Sprechblasen mit Platz für eigene Wörter. Sie geben dem Bild eine Aussage, und die Gäste müssen sich nichts überlegen.
Hüte. Zylinder, Strohhut, Cowboyhut. Verändern die Silhouette am stärksten und funktionieren auch für Leute, die nichts anfassen wollen – ein Hut ist schnell auf und ab.
Boas und Federschals. Bei Frauen die häufigste Wahl. Wirken auf Bildern gut, weil sie Farbe und Bewegung ins Bild bringen.
Rahmen zum Durchschauen. Ein leerer Bilderrahmen, durch den zwei Leute schauen. Simpel, funktioniert immer, gibt Gruppen eine Struktur.
Was liegen bleibt
Perücken. Klingt lustig, wird aber selten angefasst – Hygiene und Frisur. Wenn, dann spät am Abend.
Aufklebe-Schnurrbärte am Stab. Waren einmal überall und wirken heute abgenutzt.
Alles, was ins Gesicht kommt. Masken, aufklebbare Teile, Zahnimitate. Die Bereitschaft dafür ist gering, gerade bei Erwachsenen.
Zu viele Teile. Der häufigste Fehler: fünfzig Requisiten in einer Kiste. Dann sucht niemand, sondern nimmt das Obenaufliegende. Zwölf gut gewählte Teile werden mehr benutzt als fünfzig.
Nach Anlass sortiert
Hochzeit
- Schilder: «Just Married», «Endlich», «Team Braut / Team Bräutigam»
- Blumenkränze und Anstecknadeln
- Sonnenbrillen in Weiss und Gold
- Ein Schleier zum Aufsetzen (wird von Männern häufiger benutzt als von Frauen)
- Ein Schild mit Datum
Firmenanlass
Hier ist Zurückhaltung richtig. Was funktioniert:
- Neutrale Sonnenbrillen
- Schilder mit Firmenbezug: Teamname, Jubiläumsjahr, Projektname
- Nichts, was einzelne Personen der Lächerlichkeit preisgibt
Was nicht funktioniert: Perücken und alles Kostümartige. Bei einem Anlass mit Vorgesetzten am Tisch ist die Hemmschwelle hoch, und ein peinliches Bild in einem Firmenkanal ist ein Problem.
Geburtstag
Hier darf alles. Je alberner, desto besser – die Bilder werden am Ende die besten des Abends. Welche Box an einem Geburtstag passt, steht unter Fotobox für den Geburtstag mieten.
- Alles Aufblasbare (Instrumente, Tiere, Kronen)
- Altersschilder («40 und kein bisschen weise»)
- Verkleidungsteile passend zum Motto
- Bei Kindern: Tiermasken, Zauberstäbe, Umhänge
Vereinsfest
- Vereinsfarben in Schals und Fahnen
- Ein Schild mit Vereinsname und Jahr
- Sportgeräte in Miniaturform, wenn es passt
Wie man Requisiten präsentiert
Das ist wichtiger als die Auswahl.
Offen und sichtbar, nicht in einer Kiste. Eine geschlossene Kiste wird nicht geöffnet. Ein Tisch, auf dem alles ausgebreitet liegt, wird benutzt. Oder eine Wand mit Haken.
In Reichweite der Box, nicht daneben. Zwei Meter sind zu weit. Die Requisiten gehören direkt neben den Standort, wo die Gäste warten.
Nach Kategorien geordnet. Brillen zusammen, Hüte zusammen, Schilder zusammen. Ein Haufen wird durchwühlt, eine Ordnung wird benutzt.
Ein Spiegel daneben. Der unterschätzte Trick: Ein kleiner Spiegel neben den Requisiten erhöht die Nutzung deutlich. Leute probieren aus, bevor sie sich fotografieren lassen – und dann trauen sie sich.
Selbst zusammenstellen oder mieten?
Unser Requisitenkoffer XL (45 Franken) hat über 80 Teile: Hüte, Brillen, Schilder, Perücken, Sprechblasen. Vorteil: alles da, gereinigt, sortiert. Er lässt sich als Extra dazunehmen, wenn du die Fotobox buchen willst.
Selbst zusammenstellen lohnt sich, wenn der Anlass ein Motto hat. Ein Koffer, der zum Thema passt, wirkt stärker als ein allgemeiner. Budget: 50 bis 100 Franken im Detailhandel, Zeitaufwand ein Nachmittag.
Die Kombination funktioniert am besten: unser Koffer als Grundlage, dazu fünf bis zehn eigene Teile mit Bezug zum Anlass. Die eigenen sind die, die am Ende auf den besten Bildern zu sehen sind.
Digitale Requisiten
Alle unsere Fotoboxen zum Mieten haben digitale Props: Hüte, Brillen und Effekte, die per Software ins Bild kommen. Das funktioniert gut – mit einem Unterschied zu echten Requisiten:
Digital ist bequemer, echt ist witziger. Wer eine Brille aufsetzt, verändert seine Haltung. Wer eine digitale Brille wählt, bleibt wie er ist. Die besten Bilder entstehen mit echten Teilen in der Hand.
Digitale Props sind gut für: Anlässe mit Hygienebedenken, Kinder (die alles mögen, was auf dem Display passiert) und Firmenanlässe, an denen echte Requisiten zu viel wären.
Was am Ende zählt
Requisiten sind ein Hilfsmittel, kein Selbstzweck. Wenn die Box am richtigen Ort steht, das Licht funktioniert und die Leute in Stimmung sind, wird sie auch ohne Requisiten benutzt.
Umgekehrt gilt nicht: Der schönste Koffer hilft nichts, wenn die Box im Nebenraum steht. Die Reihenfolge ist Standort, dann Papier, dann Requisiten.
Häufige Fragen
- Welche Requisiten werden an einer Fotobox am meisten benutzt?
- Sonnenbrillen, Schilder mit Text, Hüte und Federboas. Was liegen bleibt: Perücken, aufklebbare Schnurrbärte und alles, was ins Gesicht kommt. Zwölf gut gewählte Teile werden mehr benutzt als fünfzig in einer Kiste.
- Wie präsentiere ich Requisiten am besten?
- Offen ausgebreitet auf einem Tisch direkt neben der Box, nach Kategorien geordnet – nicht in einer geschlossenen Kiste. Ein kleiner Spiegel daneben erhöht die Nutzung deutlich, weil die Leute vorher ausprobieren.
- Was kostet ein Requisitenkoffer?
- Unser Requisitenkoffer XL mit über 80 Teilen kostet 45 Franken. Selbst zusammenstellen kostet 50 bis 100 Franken und einen Nachmittag, lohnt sich aber, wenn der Anlass ein Motto hat.
- Sind digitale Requisiten ein Ersatz für echte?
- Nur teilweise. Digitale Props sind bequemer und hygienischer, aber wer eine echte Brille aufsetzt, verändert seine Haltung – und die Bilder werden witziger. Bei Kindern und formellen Firmenanlässen sind digitale Props die bessere Wahl.
Für deinen Anlass durchgerechnet
Der Fotobox-Berater fragt Anlass, Gästezahl und Wünsche ab und rechnet daraus Modell, Ausdrucke und Extras – mit den Zahlen aus diesem Artikel. Dauert drei Minuten, ohne Anmeldung.


